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Der Fischotter

( Lutra lutra)

Der Fischotter gehört zu der großen Familie der Marder. Er ist gewandt und perfekt an ein Leben im Wasser angepasst. Er hat ein dichtes braunes Fell, welches ihn vor dem kalten Wasser schützt, kleine Ohren und scharfe Krallen.

Er ist ein perfekter Unterwasserjäger. Geschickt fängt er selbst die schnellsten Fische. Doch seine Auftritte sind selten geworden, denn ihm fehlen Lebensräume mit einem günstigem Nahrungsangebot. Gegenwärtig kommt der Fischotter in ganz Europa, die nördlichsten Gebiete ausgenommen, selten vor und ist ganzjährig geschont.

Er ist stets mit allen Sinnen bei der Sache. Ihm entgeht nichts. Der Fischotter kann sich aber auch an Land geschickt bewegen. Sein Element bleibt jedoch das Wasser, wo er seine Lieblingsbeute, den Fisch, findet.

Um sich im Wasser zu orientieren und Beute aufzuspüren, benutzt er in erster Linie seine Augen. Dank seiner Fähigkeit, seine Augen den Gegebenheiten anzupassen, kann er damit sowohl über als auch unter Wasser scharf sehen. Ein Fischotter kann die Linsen der Augen innerhalb von Sekunden auf die unterschiedlichen Lichtbrechungsverhältnisse umstellen. Doch auch wenn Algen oder aufgewühlter Schlamm die Sicht verschlechtern kann sich der Otter helfen. Mit seinen feinen Tasthaaren, den Vibrissen, nimmt er jede Bewegung im Wasser wahr und kann aufgrund des Wellenmusters feststellen, wie groß ein Fisch ist und ob er auf ihn zu oder von ihm weg schwimmt. Bis zu 30 Minuten maximal kann der Fischotter unter Wasser bleiben. Für einen längeren Zeitraum ist er anatomisch nicht geeignet, denn er hat keinen vergrößerten Brustkorb und kann somit nur eine geringe Menge an Sauerstoff aufnehmen.

Der Fischotter bevorzugt die Nacht als seine aktive Zeit, wo er sich an den Bau seines Unterschlupfes macht, dessen Röhre unter Wasser beginnt und schräg nach oben in einen runden, warm ausgepolsterten Kessel führt. Er dient vor allem als Aufzuchtstätte der Jungtiere. Nach einer Tragezeit von 2 Monaten bringt die Otterdame 2-4 Jungtiere zur Welt. Diese haben aber nur eine Überlebenschance, wenn es genügend Nahrung und einen geeigneten, geschützten Platz gibt. Zwei Monate später trauen sich die Jungen zum ersten Mal aus ihrer Wurfhöhle. Neugierig erkunden sie ihre Umgebung. Die Jungtiere werden jetzt entwöhnt und im Laufe der Monate auf die Jagd vorbereitet. Im Alter von etwa 9 Monaten verlassen die Jungen ihre Mutter und suchen sich ihr eigenes Revier.


Webcam Fischotter
Mittwoch, 22.11.2017,16:32 Uhr.
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