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Der Jagdfasan

(Phasianus colchicus)

Der Jagdfasan gehört zu der Gattung der Hühnervögel. Diese leben vorwiegend am Boden, können aber auch größere Distanzen fliegen.

Das Weibchen hat ein stumpfes, gesprenkeltes, braunes Gefieder, das eine gute Tarnung im Wald-, Busch- und Moorland bietet, in dem es zu Hause ist. Die männlichen Fasane dagegen besitzen ein äußerst auffallendes Gefieder. Der Jagdfasan zeichnet sich durch sein kupferrotbraunes Gefieder, welches am Kopf schwarzbläulich und grün schimmert, aus. Um die Augenpartie ist eine rote Maske und am Hals ein weißer Ring zu erkennen. Außerdem besitzt er auffallende Ohrpinsel sowie einen deutlich längeren Schwanz.

Mit ihren bunten Gefieder locken die Hähne Partnerinnen an. Sie plustern ihr Gefieder auf, um zu zeigen wie gesund und einmalig schön sie sind. Dabei geben sie laute gackernde, pfeifende oder schreiende Rufe von sich. Für das Weibchen kommt nur der schönste und lauteste Hahn in Frage. Bei diesen Balzritualen kann es leicht zu einem Kampf der konkurrierenden Hähne kommen. Dabei werden die scharfen, hornigen Sporen, welche an der Ständerhinterseite  wachsen, eingesetzt. Sie können tiefe Wunden hinterlassen und den Gegner für immer kampfunfähig machen.

Gegenwärtig ist der Jagdfasan in fast ganz Europa verbreitet. Aber er ist kein heimischer Vogel, denn er stammt, wie viele Fasane, aus Mittel- und Ostasien. Er wurde wahrscheinlich im 14. Jahrhundert nach Europa gebracht. Der Fasan ist ein Waldsteppenvogel. Er lebt bevorzugt in Landschaften mit abwechselnden Wäldern, Feldern und Fluren. Er ist im Norden Deutschlands oft zu sehen, bei uns jedoch kaum, denn die Verluste an Eiern und Jungvögeln sind riesig; verursacht durch Witterung, Menschen und natürliche Feinde.

Wie die meisten Hühnervögel nistet auch das Jagdfasanweibchen auf dem Boden oder auf einem niedrigen Ast im Unterholz. Im günstigsten Fall legt die Henne, ab Mitte Mai, 10–12 einfarbig olivbraune Eier. Die Küken schlüpfen schon nach 3,5 Wochen und besitzen dasselbe Tarngefieder wie die Henne und sind dadurch bestens getarnt.

 


Webcam Goldfasan
Mittwoch, 22.11.2017,15:41 Uhr.
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